Experiment Philosombrie

Die Liebe zu den Kräften, die im Schatten liegen

Marcus v. Schmude

Studierte Philosophie und Politikwissenschaften, wirkte dann einige Jahre als Journalist (u.a. bei der ZEIT).
Seine eigentliche Leidenschaft jedoch: eine forschende und experimentelle Daseinsform zu (er)finden, die den Menschen glücklich macht und seine schöpferischen Kräfte freisetzt.
In diesem Sinne leitete er eine Tanztheaterkompanie und stürzte sich in zwei Gemeinschafts-Gründungen. Die Vertiefung in humanistische und transpersonale Psychologie bescherte ihm ungeregelte Flow-Erfahrungen – sowie ernüchternde Einsichten in die „Schatten“ hierarchischer Helfer-Beziehungen. Seitdem glaubt er mehr an Improvisation und Ehrlichkeit als an Expertentum und vorgezeichnete Erlösungs-Wege.
Organisierte vier Festivals in der ZEGG-Gemeinschaft (zuletzt „Experiment Philosombrie“) und sieht sich dementsprechend jetzt als Che Guevara der internationalen Schattenarbeiter-Bewegung.


Lilian Gscheidel

Studierte Psychologie. Arbeitete als ambulante Hospizbegleiterin und Trainerin für interkulturelle Kommunikation. Entschloss sich, die interkulturelle Kommunikation auch auf ihre Innenräume auszudehnen, als sie bemerkte, wie viele Anteile ihrer selbst sie normalerweise verleugnet. Erforscht seitdem den Umgang mit Angst und die Erweckung des Viele-Wesen-Bewusstseins.
Ihre Neigung zu konsequenten Kontextbrüchen führte sie ein Jahr nach Thailand und zuletzt ins ZEGG, wo sie ein philosombrisches Festival mitkreierte. Zwischendurch lebte sie eineinhalb Jahre als buddhistische Nonne in einem schottischen Kloster.
Sie verabscheut Gruppen-Konformität und fördert deshalb gerne abweichendes Verhalten. Das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern ist jedoch in Folge dessen mit ihr nur äußerst selten möglich.

Lilian Gscheidel


Unser Ansatz

Wir verstehen uns als BegleitkünstlerInnen, die sich weniger an festen Techniken oder „Schulen“ orientieren als an der Frage: Was kann jetzt Lebendigkeit befreien?
Dabei nehmen wir das Bedürfnis, Grenzen zu erweitern, ebenso wichtig wie das nach Schutz und Langsamkeit.

Die wichtigste Grundlage unserer Arbeit ist Respekt – gegenüber dem Weg und der Würde jedes Einzelnen. Und gegenüber dem Daseinsrecht der vielen Kräfte in uns.

Unsere Solidarität gilt all den Facetten unserer selbst, die lernen mussten, nicht erwünscht zu sein – und darauf warten, dass wir nun die Kellertüren öffnen.

Am liebsten arbeiten wir intuitiv, körperlich und ausdrucksorientiert.

Wir sehen Schatten-Forschung nicht zuletzt als Beitrag zu einer kulturellen Evolution. Ihr Hauptmerkmal ist, dass Ausgrenzung, Verleugnung und Verdrängung abgelöst werden – zugunsten von Integration, Empathie und Anerkennung.

Wichtige Hintergründe und Methoden, die wir nutzen, sind:

  • Integrale Theorie und Lebenspraxis (Ken Wilber)
  • Neo-reichianische Körperarbeit
  • (Tibetischer) Buddhismus
  • Tanz 
  • Theater
  • Aktive und ruhige Meditationen
  • Spontanrituale
  • „Das innere Kind“ (das verletzte wie das kreative)
  • Forum (Gruppenkommunikation in der Tradition der Zegg-Gemeinschaft)
  • Arbeit mit veränderten Bewusstseinszuständen (Stanislav Grof u.a.)
  • Gewaltfreie Kommunikation